Montag, 14. Dezember 2009

Rückblicke --- Einblicke --- Ausblicke


Rückblicke : Was war 2009 :


Nun zunächst einmal ein spannendes Jahr im Cache-Sinn : Nr. 300 wurde in Rom geschafft am Colosseum, Nr. 400 wurde auch erschlagen und der Mystery Nr. 150 mit der Night of Mysteries 2 belegt: Schöne Caches waren dabei : Angels and Demons , The Ring, Ver(w)irrt, Die Moria Serie und Quäl Dich- Deckname Uhu um ein paar schöne zu nennen. Ach ja : Enigma#1 wurde auch absolviert. Viele schöne Locations wurden aufgesucht und ihre Dose besichtigt : Turtle Sea Rappeling, Balkanviadukt u.v.a. Dabei mußten jede Menge neue, unbekannte und zum Teil schwierige Verschlüsselungen geknackt werden: .......Ich hätt da gern mal ein Problem oder Congratulations.......Die Jungs lassen sich ja ständig was Neues einfallen.

Dann war da Anfang des Jahres auch eine Tradi-Schwemme in der Region, die sich jetzt wieder reguliert hat - erwartungsgemäß - , da die Owner wohl die Lust am Hobby verlieren und der GeoChecker seine Wirkung tut. Wäre auch unschön die Landschaft nur noch als Drive-In Country zu verschandeln und den Sinn des Cachens völlig zu verändern. Manchmal hilft einfach "Aussitzen", wie Helmut Kohl es betrieb : Die Powertruppe hat auf Dauer doch keinen langen Atem.

Sehr schön war auch das Event an den Wilhelmsteinen : Jede Menge Besucher mit bester Laune und sehr viel Spaß bei bestem Wetter. Die Besucher vereinten auf ihren Köpfen : 34.000 gefundene Caches. Das spricht für sich. Im nächsten Jahr sollte es eine Fortsetzung an ansprechender Stelle geben. Soweit die Planung.


Verluste gab es leider auch : 2 Coins und TB´s sind weg : Das bringt mich dazu nur noch sehr sparsam mit Geocoins und Travelbugs umzugehen und kaum noch etwas auf die Reise zu schicken. Selbst im viel gerühmten Enigma #1 Cache sind etliche Coins eingebucht, die real dort nicht zu finden sind......o tempora o mores


Geodiabolus Caches : Leider ein sehr schmerzlicher Verlust ist die Deaktivierung vieler außergewöhnlich guter Caches der Geodiabolus-Gruppe. Neben höchst eigener Befindlichkeiten der Gruppe war Anlaß eine RudelCacher-Truppe mit besonderen Ansichten. Schade, daß diese diese Caches wahrscheinlich verloren gingen. Sie bedeuten einen Verlust an Spaß und Herausforderung.


Viele nette Cacher habe ich schließlich kennen lernen dürfen. Sie sollen nicht unerwähnt bleiben. Auch unser Nachtteam : Aikidoka und Frechdachs hat sich mittlerweile zu 30 und mehr Nachtcaches entwickelt. Das sieht schon richtig gut aus und ist noch entwicklungsfähig, obschon die herausfordernden Caches im örtlichen Umfeld weniger werden. Da müssen wir wohl die Kreise weiter ziehen.

Einblicke : Was ist 2009 :


Derzeit werden Überlegungen angestellt einen Multi/ Mystery-Cache aufzustellen, der thematisch definiert ist ( welches Thema kann ich nicht verraten... ) . Entsprechend des selbst gestellten Anspruches soll er nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht sein. Stationen sind angedacht, die jeweils bieten Etwas in die Hand zu nehmen und zu begreifen. Leider sind wir noch auf der Suche nach einem passenden Final, das zur Story paßt. Hier muß noch mal richtig nachgedacht und gestöbert werden. Mit Fertigstellung werde ich auch den ein oder anderen Cache archivieren, da ich denke, daß Abwechslung doch Not tut : Nach einem Jahr ist der Cache regelmäßig "durch", d.h. entweder schon besucht oder die Finesse des Rätsels bekannt. Ergo kann man ihn gegen eine andere Aufgabe unter Einbeziehung der Location ruhig ersetzen. Die Cache-würdige Landschaft ist schließlich nicht unbegrenzt vorhanden.


Wie schon gegen Ende des letzten Jahres begonnen, suche ich mir nur noch Caches heraus, die sich für mich lohnen. Entweder haben sie eine gute Story oder ansprechende Aufgaben oder herausfordernde Locations. Natürlich kann auch ein gut gemachter Wandermulti dazu zählen. Leider werden diese Caches aber nicht am Band veröffentlicht. Tradi-Caches habe ich weitgehend zurückgefahren, da sie zunehmend an uninteressanten Orten liegen und oftmals eher Drive-In´s sind.

Mein Bestreben liegt eher dort, die Anzahl der Multi´s, Mysteries und Tradis sehr ausgewogen zu halten : 163 : 153 : 114 ist zwar noch etwas verbesserungsfähig, aber auf dem richtigen Weg. In diesem Zusamenhang fand ich es auch sehr passend, daß die "Qualitätsinitiative 2009" im nördlichen LDK bei den Cachern angekommen ist und Früchte trägt. Jeepers Aufruf zur Nennung der persönlichen Liste der "Best of " offenbart, daß die langweiligen Statistik Dosen sicher nicht zu den gefragtesten Dingen der Welt gehören. Gut so.


Ausblicke : Was kommt 2010


Nun, zuerst mal Cache Nr. 500, der mit Bedacht gewählt sein will. Im Auge habe ich da einen schönen Multi über viele Kilometer ansprechendster Landschaft im Grenzgebiet zwischen Süd-Pfalz und den Nord Vogesen. Man liest nur Gutes von diesem Cache, der an einem Tag nicht zu erledigen ist und eine Übernachtung in zugigem Gemäuer verlangt....... Die 7 Burgen Tour reizt mich da schon sehr.........Mal sehen......

Nicht schlecht finde ich die Überlegung irgendwann die online-logs meiner besuchten Caches einzustellen. Dann kann gerade nicht mehr jeder Account Inhaber sehen wo ich mich wieder herumgetrieben habe. Da mir Statistik ohnehin nicht so wichtig ist, wäre dies nur konsequent. Also schau mer mal.....

Letzlich muß auch noch das Rätsel des Herrn Sonnenwinkler ( Zahlenrätsel) gelöst werden. Langsam wird es Zeit hier mal eine Lösung zu finden...... Ich arbeite dran........und dann ist noch ...... und ........ Ihr werdet schon sehen, bzw. nachlesen.....

Allen Interessierten wünsche ich


eine Schöne Zeit, friedliche Feiertage und


viele ansprechende Caches


Cacheacademy

Sonntag, 22. November 2009

Dunkel wars der Mond schien helle.....Night of Mysteries 2


Nach mehreren Jahren des Nachcachens ist es nicht leicht eine Liste der "besten" Caches aufzustellen. Angefangen habe ich mit dem "Nox dolorosa prima", weiter gings dann mit dem "Indy". Inzwischen waren es mehr als 30 N8-Caches. Zuletzt waren die Caches durchweg ordentlich gemacht, aber irgendwie fehlte der "Pfiff", d.h. das gewisse Etwas, das einen überzeugend guten Nachtcache eben auszeichnet.... ( Spaß, Erlebnis und Staunen )


Dann kam aber doch ein neuer Cache : "Night of Mysteries 2" zum Vorschein und der mußte natürlich alsbald mal angegangen werden. Gestern war es dann soweit : Startkoordinaten waren ermittelt und los gings. Stage 1 war schon sehr gut gemacht, Stage 2 dann schon deutlich eine Nummer besser und so weiter. Es wurde handwerklich immer berauschender und verrückter. Klar war, daß der Owner hier sehr viel Mühe in seinen Cache gelegt hat, die man eigentlich heute nicht mehr findet . Wer kommt schon auf die Idee in ein "Spielzeug" einen neuen Prozessor einzubauen, der auch noch zuvor neu programmiert werden mußte, um eine große Zahl richtiger Antworten einem einheitlichen Ergebnis zuzuführen ? Überzeugend gut gemacht.


Interessant war auch, daß die Stages für jeden lösbar sind, d.h. es kommt nicht darauf an, daß man die "eine" zündende Idee eben haben muß, um ein Rätsel zu lösen, sondern daß eben auch mit etwas mehr Zeit auch jede Station machbar ist. In der "Night of Mysteries 1" sah das Ganze stellenweise anders aus. Die Fortsetzung dagegen bietet eine Menge Kurzweil : 3 Stunden sind plötzlich wie nichts verschwunden und man muß am Ende schon arg überlegen, was man alles gesehen und erlebt hat. Definitv ein Highlight


Meine Empfehlung für die N8-Aktiven Cacher : DRINGEND MACHEN


Happy Caching


TeamSchroeder

Donnerstag, 5. November 2009

SM bedeutet nicht nur Sado Maso

.... ._ ._.. ._.. _ _ _


Samuel Morse ist nun bekannt für seine Maschinenschrift, den Morsecode. Das ist nichts Neues für einen Cacher. Wer aber kann aus dem Stand im Wald mal eben einen gehörten Spruch ohne großes Hilfsmittel als Text ausgeben ? Alla Nox Dolorosa Prima ?

Nun, am PC, d.h. am Schreibtisch, kann man noch über den Media-Player die einzelnen Töne graphisch darstellen und den jeweiligen Peak dann Bild für Bild notieren. Umständlich, geht aber. Nur was mache ich Draußen ?


Wikipedia sei Dank fiel mir folgende, durchdachte Graphik in die Hände :



Schön gemacht, dachte ich, nur etwas unübersichtlich und Schwer zu handhaben, da die Unterschiede von Strich und Punkt nicht sofort optisch "ins Auge springen". Also das Schema mal optisch etwas geändert und Schwups :

Wie wärs denn damit :




Hört man einen Ton folgt man einfach im Diagramm von Oben nach Unten der Graphik : Punkt ( e ) Punkt ( i ) Punkt ( s ) Strich, d.h. : ... _ bedeutet ein ( v ) usw. Eigentlich ganz easy, oder ?

Die Graphik kann man sich einfach ausdrucken und mitnehmen. Die üblichen Morsecodeschemata halte ich schon immer für unnützlich, da man dem gehörten Ton nach erst umständlich in der Tabelle suchen muß und dann den nächsten Ton nicht mehr findet, weil es zu lange dauerte.....Shyce. Mit der obigen Graphik geht´s deutlich besser, da man schon im Hören der Darstellung im Diagramm folgen und den Buchstaben bestimmen kann.

Unter dem link in der Headline findet Ihr auch Möglichkeit zum Download diverser Darstellungen ( auch des Diagramms ) auf ein Garmin Oregon usw. Vielleicht ganz praktisch für den ein oder anderen Cacher :




Geocaching
-Franken ( link in der Headline ). Schön gemacht und zu empfehlen.


Zwar hilft dieses Schema nicht bei diesem Problem :


975301207855092350682


wo wir aber schon mal beim Thema sind, hat vielleicht einer eine Idee ?


Happy Caching wünscht


TeamSchroeder / CacheAcademy

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Lesen bildet : Ein Tip auch fürs Cachen



"Lesen bildet", Wer kennt diesen Spruch nicht ?


Cacher mit Neigung zu Mystery-Caches sollten schon von Natur aus einen Hang zum Nachlesen und Sammeln von (neuen) Informationen aus allen möglichen ( und unmöglichen ) Quellen haben. Wie hilfreich dies ist zeigte sich unlängst bei einem neuen Rätsel, das zuerst einmal keinen rechten Lösungsansatz für mich zeigte. Irgendwie hatte ich keinerlei Idee was der Owner hier von mir verlangte. Das Listing war - na ja - etwas wirr und seltsam zusammenhanglos in seinen Aussagen. ..... Wie bitte sollte aus diesem Gefasel eine Koordinate entstehen, die auch konkret zu einer Stage führen kann ??? Fragen über Fragen.....


Nach einem langen Abend mit Wikipedia und vielen unverwertbaren Informationen zu XX und YYY war ich schlicht ratlos. Auch andere Cacher hatten vernehmlich keine sinnvolle Antwort auf die Rätselfrage zu bieten. Also dann : Gute Nacht oder ??

Am nächsten Abend habe ich dann mehr zufällig die Liste meiner gelösten Mystery-Fälle der Vergangenheit durchgesehen und sah einen Cache in Rom, der nur zu lösen war, wenn ein bestimmtes Buch zuvor gelesen worden war und die Begriffe Earth Fire Air Water zu konkreten Orten in Bezug gesetzt konnten. Dies war einer der wirklich besseren Caches des letzten Jahres, da der Cache in seinen Stages sehr, sehr eng an der Story angelehnt war und der Cacher dennoch vor Ort offene Fragen beantworten mußte. Also ein wirklich guter Cache . Dies im Kopf kam mir eine Idee : Vielleicht hat auch hier der Owner....... Mal nach unverwechselbaren Schlüsselwörtern gesucht und .... Das war der fehlende Ansatz : Das Buchgeschehen gab den Schlüssel zum Cache. Sehr schön gemacht. Fast wäre ich hier rengefallen.


Sofern Ihr beim Lesen des Listings mal gar keinen Ansatz findet und im Text Spezialbegriffe oder Namen auftauchen, die für sich selbst keine Erklärung bieten und dennoch zueinander im Zusammenhang zu stehen scheinen, dann könnte es sich um einen Cache handeln, der an einer Story mehr oder weniger eng angelehnt wurde. Nach meiner Erfahrung waren dies die besseren Caches, da sie neben der neuen Story auch haptisch für das Cacheerlebnis etwas zu bieten hatten : Indy oder Jack O´Lantern lassen grüßen......Auf diesem Level läßt sich´s gerne Cachen.......

Viel Spaß

TeamSchroeder

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Feuer über Dillenburg - ein neuer Cache ??? Vielleicht....



"ALARM : Es brennt, Häuser stehen in Flammen, Menschen sind eingeschlossen. Wir brauchen jede Hand zum Löschen !"


Dieser Satz läßt erkennen, was ab Freitag, den 16.Oktober 2009 in der Nassau Oranien Halle zu Dillenburg stattfindet : Das Musical "Feuer über Dillenburg" startet mit einem riesigen Aufwand : Über 100 Darsteller nebst Chor und Orchester, Multimedialeinwänden und... und... und....Der Kartenverkauf läuft und über 3.000 Karten sind schon weg. Es wird eine große Sache, die sicher nicht übertroffen werden wird. Wochenlang wurde geprobt und geübt. Jetzt steht das Ganze. Beeindruckend !


Der Aufwand lohnt sich einmal anzusehen. Das Team Frechdachs ist schon in der ersten Szene zu bewundern als Kronenwirt. Meinereiner darf einen Hannoveraner-Soldaten darstellen. Auch die Kinder haben seit Monaten geprobt und spielen mit.


Wer also Lust hat auf etwas Abwechslung und wer aufgrund des Wetters keine Lust hat zum Nachtcachen, der sollte sich alsbald mit einer Karte versorgen :


Freitag, 16. Oktober (Premiere)
Samstag, 17. Oktober
Sonntag, 18. Oktober
Mittwoch, 21. Oktober
Donnerstag, 22. Oktober
Freitag, 23. Oktober
Samstag, 24. Oktober

Verkaufsstellen über den link in der Headline

Leider gibt es für Cacher keine Ermäßigung ( vielleicht doch doch als Behinderte ...) und keinen Punkt für die Statistik, aber einen vollen Abend mit sehr Programm und tollen Bildern zu ansprechender Musik. Meine Empfehlung daher für diese Herbstferien.




Übrigens kommt mir gerade die Idee zu einem neuen Cache, mal sehen.......in Dillenburg ist ja jetzt Platz geworden........Ich zieh mir mal die "Schweinehose" an und bin gleich wieder da.......


Happy Caching


TeamSchroeder

Montag, 12. Oktober 2009

Modulo : Rückrechnung unmöglich


Neulich am Schreibtisch : Wow, ein Multi Cache mit vielen Stationen, Klettern und ansprechenden Aufgaben bis zum Final : Den müssen wir uns mal genauer Anschauen. Also einen Ausdruck gemacht und mal auf die Stationen gesehen und siehe da :

Stage 8 verlangt folgende Rechnung :

50° 43 ( A + 1 ) ( B + 1 ) ( C x 2 )

08° 17 ( 5 x Y +1 ) ( 6 : X - 2 ) (4 x Z )

Die Variablen A, B, C, Y, X und Z sollten auf dem Weg von Station zu Station eingesammelt werden. Ergo : ein übliches Vorgehen bei einem Cache oder ? Also den Weg ablaufen und dann aus den Variablen das Final berechnen oder ? Nicht unbedingt, denn schauen wir uns mal die Ostkoordinate an :


Die Gradzahl und die Bogenminute sind schon vorgegeben. Es fehlen also nur die Dezimalminuten und die sind hier mit den Variablen zu errechnen. Dennoch kann man die Variablen im Beispiel fast ohne Outdooreinsatz berechnen :


5 x Y + 1 für die 100.er Dezimalstelle

Y kann rechnerisch nur den Wert 0 oder 1 haben,
da der Multiplikator 5 ist und ab dem Wert 2 schon
eine 2-stellige Zahl erreicht ist. Es folgt daher als 100.er-
Stelle die 1 ( 5 x 0 + 1 ) = oder
die 6 ( 5 x 1 + 1 )

6 : X - 2 für die 10.er Dezimalstelle

X kann als Wert schon rechnerisch nur 1,2 oder 3 haben.
Hieraus folgen als mögliche Dezimalstellen :

4 , denn ( 6 : 1 -2 = 4 )
1, denn ( 6 : 2 - 2 = 1 )
0, denn ( 6 : 3 - 2 = 0 )

Ergo kann man zu dem Ostwert schon sagen : 08° 17. (1/6) ( 0/1/4). Im konkreten Beispiel war klar, daß die Hunderterstelle 6 sein mußte, da auf dem Hunderterwert "1" ein Wohngebiet lag. So konnte man das Final schon arg eingrenzen, ohne jemals einen Fuß vor die Tür getan zu haben. Das läßt sich aber vermeiden :

Modulo-Rechnung
oder
Uhrenarithmetik


klingt kompliziert, ist es aber nicht
. Wikipedia sagt hierzu :

"Modulo ist eine mathematische Funktion, die den Rest aus der Division zweier ganzer Zahlen angibt. Beispiel : 7 mod 2 = 1 ( sprich der Rest aus 7 geteilt durch 2 ist gleich 1) , denn 7 : 2 = 3 mit Rest 1 . "

Wir alle verwenden diese Rechnungsweise jeden Tag bei der Angabe der Uhrzeit :

Wenn es jetzt 9 Uhr ist und wir in 8 Stunden eine Verabredung haben, dann können wir sagen, das Treffen ist um 5 Uhr: denn 9 + 8 mod 12 = 5. Auf einer Uhrenanzeige beginnend bei 9 Uhr landet man 8 Stunden weiter bei 5 Uhr. Richtig ? Ganz easy oder nicht ?

Das schöne an dieser Rechenweise ist : Die Rückrechnung funktioniert nicht wirklich : Man kann im Beispiel von 1 nicht auf den Ursprungswert zurückrechnen. Probiert es mal aus. Enigma #1 hat in seiner Aufgabenstellung diese schöne Rechnungsmethode verwendet und eine "Errechnung" der Werte ist unmöglich. Auch das von den örtlichen Cachern gerne zitierte "Sonnenwinkler ´sche Unschärfetheorem" ( einfach mal nen plausiblen Wert in die Rechnung eingeben und mal losmarschieren ) ist hier nicht mehr möglich.

Wenn man also beim Cachelegen mal auf Nummer sicher gehen will, daß die Cacher die Stationen vor Ort im Gelände aufsuchen müssen, dann ist diese Variante der mathematischen Verschlüsselung einfach klasse, da ein "Errechnen" der Variablen unweigerlich fehlschlägt. Mein Favorit heißt daher : Modulo Rechnung





Montag, 21. September 2009

Es gibt "10" Arten das Final zu erreichen : Die richtige und die andere...


Lehrstück 1 :

Neulich im Wald : Schei.....dunkel und endlich die Stage 2 gefunden : Ein kleiner Zettel in einer riesigen Munitionskiste : Der Aufdruck des Zettels :

0000111000101010101000010010001101110010101100011 oder ähnlich....

Es waren jedenfalls 43 Ziffern hintereinander, die nur aus 1 und 0 bestanden. Unsere Schnellen Jungs hatten sofort ihr elektrisches Hirn aus der Tasche gerissen und wollten schon die Software quälen, als sie sahen, daß ihre Geräte keine 43 Zahl mit Stellen eingeben konnten........Shyce, was nun ??? Klar war, daß 43 Ziffern keine 4 oder 8 bit verschlüsselten Informationen enthalten, da eben 43 Ziffern nicht durch 4 oder 8 teilbar sind. ASCI schied damit sofort als Verschlüsselung aus . Klar war aber auch, daß wir eine Binärzahl ( also eine solche, die nur aus 0 und 1 besteht ) vor uns haben.


Was also tun ? Na klar, umwandeln der Binärzahl in eine verständliche Dezimalzahl. Wie das geht ? Ganz simpel : Zettel und Bleistift raus und ran an die Arbeit :


Man schreibt auf einem Blatt untereinander in 3 Spalten folgende Angaben :


das Ganze wird dann bis zur 43.ten Reihe fortgesetzt und dann die Binärzahl jeweils reihenweise von unten beginnend Zeile per Zeile ( immer eine 0 oder 1 eingesetzt ) fortgeschrieben. Dann muß man "lediglich" in den Reihen, in denen eine 1 in der Spalte 2 neben einer Dezimalzahl steht, diese Dezimalzahl nehmen und mit der nächsten Dezimalzahl, die auch eine 1 in der Spalte 2 hat addieren, bis alle Dezimalzahlen in dieser Weise eine Summe bilden. In unserem Fall kam eine seeeehr brauchbare Dezimalzahl heraus : 5046xxx0811xxx.


Lehrsatz 2

Die Elektronik ( PDA usw. ) kann manchmal helfen, manchmal aber auch nicht. In diesem Fall hilft es unendlich weiter die Grundsätze des Rechnens ( Wandeln von Dezimal und Binär ) nicht nur verstanden zu haben, sondern sie jederzeit auch Nachts im Wald reproduzieren zu können.


Lehrstück 2 :

Wieder im Wald bei Nacht unterwegs kamen wir an eine Station mit einem laminierten Zettel mit der "wirren" Buchstabenfolge :

ipa khhgfhw irsbs usw.

Hier sollte der verschlüsselte Text mit einem Vigenre´ Quadrat und einem Lösungswort entschlüsselt und der Weg zur nächsten Stage offengelegt werden. Meine Freunde von der elektrischen Front zückten flugs wieder ihre kleinen Freunde und .......Nix, da nach dem ersten Wort des erwarteten Klartextes "Ihr" nur noch Blödsinn ( Ghsejjup tfxdw... ) folgte. Was war passiert ? Nun, die benutzen Rechner mit ihren Programmen hatten zwar den richtigen Schlüssel und den verschlüsselten Text, konnten jedoch nur das erste Wort richtig entschlüsseln. Mit der Beschreibung dieses "Fehlers" lag aber auch die Lösung auf dem Tisch :

Manche Programme setzen die Leerzeichen beim Verschlüsseln um - und Verbrauchen dabei ein Zeichen des Schlüsselwortes - und manche Programme löschen beim Verschlüsseln alle Leerzeichen, so daß die Buchstaben des Lösungswortes immer nur unter Buchstaben des Textes ( Klartext oder codierter Text ) stehen.

Man kommt diesem Problem dadurch bei, daß man wieder Zettel und Papier zur Hand nimmt und in zwei Zeilen den verschlüsselten Text und das Codewort schreibt. Beispiel :

codierter Text : EYSFAI VUSV
Codewort : teamsc hroe
Klartext : Lustig oder

In diesem Beispiel wurde folglich kein Leerzeichen verwendet, so daß kein Buchstabe des Codewortes auf ein Leerzeichen verwendet, bzw. verbraucht wird. Ist dies doch der Fall, so sieht das Ganze so aus :

codierter Text : EYSFAI FRAU
Codewort : teamsc h roed
Klartext : lustig oder


Bitte überprüft diese Variante am Besten vor Eingabe des ganzen Salmons kurz auf dem Papier, da Ihr Euch damit echt Zeit und umständliche Doppelarbeit spart. In unserem Fall hatte der Owner noch ein paar "special features" beim Entschlüsseln parat : Ö und Ä waren im codierten Text, heißt das Auflösen in OE und AE ??? oder sollen die Zeichen so stehen bleiben ? Dies bedeutet im ersten Fall "Verbrauch" zweier Buchstaben des Schlüsselwortes, im letzteren Fall nur einen..... Ein weiteres Problem : Vielleicht hat der Owner Jeden Satzanfang wieder so gestaltet, daß das Schlüsselwort Neu von Vorne anfängt, egal wie das zuvorige Satzende aussah. ..Toll nicht ???

Lehrsatz 2 :

Man sieht also : Nachts im Wald ist es von großem Vorteil die Verschlüsselungstechniken nicht nur auf der Maschine dabei zu haben, sondern besser noch : im Kopf. Ich kann regelmäßig mit bloßem Zettel und Stift recht schnell Klippen in der Verschlüsselung umschiffen, die das Gerät über eine umständliche Eingabe und limitierter Anzeige nicht sofort offenbart. Man sollte daher die Techniken grundsätzlich verstanden haben und beherrschen. Auch sollte man wissen, daß manche Vigenere´Programme Leerzeichen zwischen den Wörtern löschen, manche aber nicht. Man sollte auch wissen, daß eine Satzweise Eingabe des zu verschlüsselden Textes in ein Programm zu völlig anderen Ergebnissen führt als ein fortlaufender Text - mit oder ohne Satzzeichen.


Happy Caching

TeamSchroeder