Sonntag, 29. August 2010

Pfälzischer Koenigsweg II




Die Spannung steigt . Bald geht´s los....

Heute Morgen konnte ich mit dem Veranstalter, KoenigDickBauch sprechen. Kilos an Wasser sind jetzt weggefallen : Die Gattin des Veranstalters wird bestimmte Punkte der Tour anfahren und dort auf Wunsch die Versorgung mit Frischwasser übernehmen. Klasse ! Was ein Trossfahrer für eine Erleichterung darstellt, habe ich selbst schon mehrfach auf Touren erfahren können. Wer will auch für 50 km Tagesstrecke den Wasservorrat schleppen, wenn er nicht unbedingt muß ? Ich jedenfalls nicht und ein Spaziergang wird´s deswegen auch nicht werden. 

Abschluß der Tour wird die Einkunft auf der Kaltenbrunnerhütte. Danach geht´s wohl zurück zum Startpunkt nach Neustadt/ Weinstraße.

Schön ist auch, daß man dort Cacher und Weitwanderer trifft, die schon Touren alla München - Venedig  GC1FPN1 gelaufen sind . Irre.  Hierauf freue ich mich fast am meisten: Austausch über Erfahrungen und vieles mehr. Keine Laberfritzen, die mit Kfz ihre Caches aufsuchen oder die meisten Kilometer zum Cache fahren usw.sondern einfach schlicht LAUFEN. Eben Cacher der eigenen Art.  Das verspricht mehr als gut zu werden.

Nachdem schon 2 Cacher aus dem Siegerland ihr Interesse bekundet haben die Tour mitzulaufen : Es sind noch Plätze frei.....Also los, dann laufen wenigstens ein paar mehr aus dem Land der Koenige den richtigen Koenigsweg..... !

Happy Caching

TeamSchroeder

Mittwoch, 18. August 2010

Der Pfälzische Koenigsweg


Uuuuups, was ist denn das ?


( Meine erste Reaktion auf eine Mail: "Hallo Helmut,

als ich dieses Event gesehen habe,mußte ich an Euch denken.

http://coord.info/GC27TBG

Na, wäre das was?"

von Annette ( drei_und_zwei )



Ein Event (GC27TBG) in der Pfalz, klar, aber was steckt dahinter ? Nun ja, das Listing ist eindeutig : 50 km und 2500 Höhenmeter sind an einem Tag zu laufen. Start ist um 05:30 nahe Neustadt an der Weinstraße/ Pfalz und 12,5 Std später soll´s dann Spießbraten auf der Hütte geben. Einen Cache, der wegen Überfüllung auch nicht gerade geschlossen werden muß gibt´s dort auch : GC27T0W. Wenn das nicht eine klare und unzweideutige Ansage ist. ....


Die Route folgt einer Strecke, die, 2007 entwickelt, 12 "Berge" der Pfalz mit über 600 Höhenmetern verbindet. Das Ganze liegt auch landschaftlich sehr schön bei Neustadt gelegen. Wer näheres hierzu nachlesen will : Alwin Mueller beschreibt sehr schön die Veranstaltungen des Jahres 2009 und 2010 mit Geocachern und Wanderern des DAV.

Wer also am 18.09.2010 um 05:30 Uhr noch nichts vorhat und die Socken mal richtig qualmen lassen möchte : Nichts wie hin....

Happy Caching

TeamSchroeder

Samstag, 7. August 2010

Retro Cachen - Old School



Janosch the Oger meinte einmal - beiläufig- dieser Cache sei eben "ein Old School Cache", d.h. einer, der nur fußläufig erreichbar sei und schöne, ansprechende, aber lösbare, Aufgaben enthalte aber dennoch unterwegs tolle Ausblicke in die Landschaft zulasse. Diesen Worten habe ich gerne gelauscht und mir diesen Begriff gerne gemerkt. Er traf genau meine Empfindung an einen guten Cache : Er hat einen schönen Ort als Final und eine kurze, prägnante Beschreibung im Listing und - wichtig - er will uns etwas mitteilen. Er liegt also nicht nur sinnlos im Wald als ehemaliger Gasgrill des Owners und dient als Punktesammler für die "Punktschleichen" von GC.Com.


Die "alte Schule" der Cacher und deren Urmeister - was meine persönliche Sicht betrifft - habe ich am heutigen Abend im Wald treffen können : Ein Erlebnis.


Wir hatten bei einem - na ja - ganz ordentlichen Nachtcache lange und gute Gespräche über eben unser Hobby und seine Entwicklung. Wir Denken insoweit "in der gleichen Sprache" : Den Cache ordentlich auslegen, d.h. überlegt plazieren ( kein Hochsitz, Leckstelle in der Nähe um den Ärger mt der Jagd zu umgehen ) und möglichst den Zugang zum Cache regulieren ( ANTI-FTF - Maßnahmen, wie Mystery Caches ab D 4 ) , da die Verabredungen über WKW usw. zu gemeinsamem Rudelcachen nur in immerwährendem Ärger ausartet. Ich denke, daß wir insoweit reagieren müssen auf -


Geocaching als Hype Geocaching /als Massenbewegung

Geocaching für Adrenalinjunkies

Wie präsentiert sich GeoCaching der Öffentlichkeit ?


Das Hobby verträgt eben nicht mehr Cacher, die als Massen durch den Wald pflügen, um unbedingt "jetzt eben " noch den Cache zu finden und endlich loggen zu können. Egal, ob der Cache vor Monaten gemuggelt wurde, oder nicht. Dann finde ich dann eben nur noch Log-Photos, ohne vorher mit dem Owner Rücksprache gehalten zu haben. Die Punkte scheinen für mich das Hobby zu demontieren und zwar dauerhaft und endgültig, da ich in naher Zukunft mit einer Änderung der gesetzlichen Grundlage/ Waldbetretung auch nach Dunkelheit ernsthaft ! rechne.

Darum sollten wir, die in dieser Weise denken und sensibel sind umdenken und uns vielleicht - eine Idee , nicht mehr - eben umdenken und hinzulernen :

Retro-Cachen

1. ) Muß / Soll hier eine Cache hin ? Es gibt schon genug Caches....siehe die Karte oben

2. ) Was will ich mit dem Cache bewirken ? ( Geschichte/ Örtlichkeit/ Location usw. ) Was habe ich hier/ Location zu sagen ? Wen spreche ich an ? Welches Beispiel für andere Cacher gebe ich hier ? Ich setze doch ein Signal für NachwuchsCacher oder etwa nicht ?

3.) Gibt es potentielle Probleme mit den Stages ( Jägerschaft/ Naturschutz / Wassergewinnungsanlage u.v.a.m.) Rudel werden sicher nach der Veröffentlichung kommen, FTF-Jäger und "Grillevents "...... Ergo : Keine Drive In Möglichkeit auch für gespoilerte ( WKW und Weitersagen ) Finals .......Was droht zerstört zu werden durch den Cache und sein Publishing ?

4. ) Ist der Cache erreichbar ohne Lebensgefahr für eine Mehrzahl von Cachern ? ( Ich locke immer über einen Cache Menschen an, die sich schlicht überschätzen und "unbedingt" glauben loggen zu müssen / T5 Ausrüstung kaufen und sich an der Brücke aus dem Sicherungsseil ausklinken....und jedes verantwortliche Denken für sich ausschalten ! Amygdala : Zitat ( Danke für diese ehrlichen Worte ) des heutigen Logs :


"Mein Fazit: Als Cache aufgrund der schön gemachten Stationen und der beeindruckenden Örtlichkeit ein Hammer, der allerdings die Grenze des noch vertretbaren Risikos ankratzt wenn nicht sogar überschreitet. Erfahrungen im Felsklettern sind hier sicherlich förderlich, allerdings kann kaum beurteilt werden, wie sich der Untergrund bei Belastung verhält. Dieser besteht weniger aus Fels als vielmehr aus Schlamm und Schotter, und neben dem "Weg" gähnt oft Abgrund. Eine Sicherung kann ebenfalls nicht wirklich angebracht werden. Die bereits auf früheren Fotos gesehene Körpersicherung halte ich im Ernstfall im besten Fall für nutzlos."


Hält sich dies alles bei kritischer Nachsicht und Prüfung die Waage, dann denke ich an eine Anmeldung, den Publishing-Act für den Cache, wenn ein Ungleichgewicht aufritt, dann eben nicht. Ich nenne diese Prüfung - fern ab jedes Reviewers -


Retro Caching.


Wir prüfen selbst unseren Cache und Denken mit

Wir praktizieren das Cachen- wie es für mich und viele Freunde - auch des heutigen Abends gilt - als Erlebnis und Erfahrung der Natur oder der
Herausforderung der Aufgabe, die an uns gestellt wird

Wir erfahren das Cachen als Genuß - ohne Eile- mit "Natur pur". Aber den Spaß vergessen wir nicht ! Ebensowenig das unvergessliche Ereignis des Founds D 4 + und T 5 haben ihre Berechtigung

Cachen gehen heißt für Uns : Ohne Hetze und Jagd nach dem Punkt losziehen, DNF ist aber immer möglich

Wir loggen auch gerne mit mehr als einem " Gut und schnell gefunden"


Auch wenn es jetzt "Haue" gibt...- auch vom Anonymus - ...Das ist einfach meine Meinung


Happy Caching


TeamSchroeder


Samstag, 31. Juli 2010

Carpe Diem: - Das Projekt 2011 -





Ein örtlicher Cacher, der mir nach der ersten Tour entlang des 7-Burgen Trail zuschrieb, er wolle "gern mal" noch weiter, noch länger noch .... noch ..... ( eben einfach nur "mehr" ) laufen - das übrigens wird er vielleicht nie tun... - erwähnte in seinem Logeintrag eine Buchstaben/Zahlenfolge aus GC.Com, die mich sofort elektrisierte und bis heute beschäftigt. Irgendwie ist mit dem Lesen des Listings "etwas" passiert. Noch berauscht von den starken Eindrücken der 7-Burgentour dachte ich sofort : Warum eigentlich nicht ? Heute weiß ich denn auch, was der penetraneste Parasit menschlichen Daseins ist :


Eine Idee !


Diese Idee muß wohl auch umgesetzt werden, um mich von dem Bann dieses Gedankens zu befreien. So setzte ich jetzt den ersten Schritt und widme das Ganze um in :


Das Projekt 2011


Wikipdia meint hierzu sehr passend : "Ein Projekt ist ein einmaliger Prozess, der aus einem Satz von abgestimmten, gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Zwängen bezüglich Zeit, Kosten und Ressourcen ein Ziel zu erreichen. Projekt leitet sich von „lat. proiectum, ... 'nach vorn geworfen', Partizip. Perfekt von proiacere 'vorwärtswerfen' ab“

Klasse ! Nach den Tatbestandsmerkmalen dieses Lehrsatzes gefragt haben wir zunächst einmal :

a. ) einen einmaligen Prozess

Einmalig ist dieser herausragende Cache auf jeden Fall : Einzigartig sogar. Er fordert eine Menge Anstrengung, Ausdauer und zeitlichen Aufwand. Man wird ihn wohl auch nur ein Mal im Leben angehen, schon von der Entfernung zum Start- und Endpunkt her gesehen.

Einer der wenigen, die den Cache vollendet haben ( Charisma ) sagt hierzu :

"Jeder, der auch nur einen Hauch von Zweifel daran hat ob er es schafft, oder nicht, der soll´s einfach durchziehen. .... Mit ein bisschen Durchsetzungsvermögen kann man es durchziehen. "

Schöner kann es nicht ausdrücken. Es macht auch jetzt schon Spaß sich mit der Idee zu befassen und die Planungen ( Karten/ Strecken/ Ausrüstung/ Logistik usw. ) vorzunehmen. Vorfreude ist eben auch echte Freude.

b.) Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin

Da der Cache im Winter nur recht schlecht zu bewältigen ist kommt nur der Sommer und hier die Zeit ab Ende Juli - September - ein enges Zeitfenster eben - in Betracht. 2010 ist leider keine Zeit und Gelegenheit mehr die Sache anzugehen, so daß die konkrete Planung das Jahr 2011 betrifft.

c.) Zwänge bezüglich Zeit, Kosten und Ressourcen

Zwängen unterliegen wir alle. Von manchem Zwang kann man sich aber auch befreien, von anderen wiederum nicht. Schon unter dem Gesichtspunkt der Fitness und Ausdauer vermag ich sicher zu sagen, daß die Zeit jetzt reif ist für ein solches Projekt 2011. Wer weiß schon was Morgen ist und die Zukunft bringt ? Die Verschieberitis auf "später" habe ich als Krankheit hoffentlich kuriert. Wenn etwas gemacht werden will, dann sollte man es eben jetzt tun oder man läßt es. Hinterherheulen gibt´s nicht.

Also : Zeit ist vorhanden. Trotz mancher Zwänge. Die Familie spielt mit, was die Hauptsache insoweit darstellt. Vielen Dank.


Kosten : Ein Cacher ( Kai ) , den ich wegen der Tour angeschrieben habe ( Danke für sehr viele wertvolle Tips ) teilte mir zu den Kosten mit, daß er 1.033,93 EUR aufgewendet hat ( ohne Anreise und Abreise ) Inkludiert sind dabei :

"+ Übernachtungen
+ Voll-Verpflegung
+ Maschinen-Wäsche
+Landkarten
+ ein paar Dutzend Postkarten + Briefmarken"

Das ist überschaubar.


Ressourcen : Hier spielen die Faktoren Körper und Geist die Hauptrolle.


Den Stichpunkt Motivation halte ich für höchst bedeutsam. Man sollte sich wohl sehr zeitig die Frage nach dem Warum will ich das tun ? stellen . Hier habe ich jedoch schon eindeutige Antworten, die - mehrschichtig - die Fragen beantworten. Nur eine einzige Motivation wäre mir auch zu wenig, wenn das Projekt in die Realität umgesetzt werden will. Da braucht es denn schon etwas mehr als einen GC-Punkt als Anreiz und Ziel. Dies gilt auch umso mehr, als ich die Tour plane solo, d.h. allein zu laufen. Das scheint mir insgesamt die richtige Entscheidung zu sein ( Lauftempo / Typ ).

Den Körper habe ich in der letzten Zeit ausreichend trainiert. Vor Mehrtageswanderungen auch mit 15 Kilo Gepäck habe ich keine Angst. Interessant allerdings ist die Frage des Wohlfühlens nach einer Woche des Laufens. Wie sich das anfühlt werde ich erst herausfinden, da eine "Simulation" vorher nicht möglich ist. Aber man kann auch noch weiter trainieren : Westerwaldsteig, Rheinsteig, Rothaarsteig liegen vor der Haustür. Was will man mehr ? l....Immer einen Schritt nach dem anderen, dann ist der Anfang einer langen Reise absehbar.


So, jetzt lese ich noch ein bisschen im Grassler und dann geht´s noch ein wenig raus...


-Carpe Diem-


Happy Caching

TeamSchroeder


Sonntag, 25. Juli 2010

Irgendwie habe ich das anders verstanden.....

Zitat aus den Guidelines von Geocaching.com

"Loggen von materiellen Caches

Geocaches dürfen online als gefunden (found) geloggt werden, sobald man sich in das materielle Logbuch eingetragen hat."


Das ist doch einfach und verständlich : 1. ) Eintrag ins Logbuch, dann 2. ) online loggen.....dachte ich immer...

A B E R

wie wärs damit : Cache ist nicht mehr erreichbar, da "Veränderungen" am Eingang vorgenommen wurden, Also kommen manche Leute auf folgende Idee :


"Vor längerem das Rätsel gelöst und erst heute .... dazu gekommen diesen schönen ... Place aufzusuchen Hoffe es ist Ok das wir mit den Bildern von der zugeschweißten Tür loggen dürfen!?"

oder

"Ich hoffe mal das es in Ordnung ist das ich den Cache trotzdem Logge, da wir ja Quasi richtig waren aber nicht mehr bis zum Cache vordringen konnten"


Zitieren könnte man noch viele, viele andere "Logs"...


Diese Art von "Funden" findet man aber in den letzten Wochen häufig : Dose weg, aber dennoch geloggt ( Gee´s Geomüll Runde nahe Driedorf z.B. GC1MYGX : Cache fehlt seit April 2010, aber 25 Found-it Logs ) . Ihr völlig schmerzfreien Leute : Erst tatsächlicher Eintrag ins physische Logbuch, dann "Found it-Button" drücken.

Ist doch Ehrensache oder ?

Happy Caching

TeamSchroeder

Mittwoch, 21. Juli 2010

7-Burgen mit 7 NachwuchsCachern






Schon im Winter 2009/ 2010 hatte ich mir überlegt, daß die 2-Tageswanderung auf dem 7 Burgen Trail sicher eine sehr schöne und spannende Sache werden könnte, die auch jungen Cachern einmal zeigt, daß schönes Cachen bedeuten kann :


2 Tage
2 Länder
3 Eidechsen & 1 Schlange
keine Playstation

dafür aber

3 Liter Wasser
30 + Kilometer
31°C + mehr
1300 Höhenmeter

und nur ein GC -Punkt

Als dann unsere Tour im März nach der ersten Schneeschmelze startete und erfolgreich verlief, war mir klar, daß auch mein Sohn ( 14 Jahre ) nebst seinen Freunden aus der Gruppe der Messdiener und Jugendlichen der Pfarrei Herz-Jesu Dillenburg Spaß daran haben könnten diese Tour einmal zu laufen und Erfahrungen mit dem Wandern über mehr als einen Tag hinweg zu sammeln. Gesagt ...Getan :

Freitags ging es los : 2 VW-Busse mit dem erforderlichen Zeltmaterial, Schlaf- und Rucksäcken beladen und ab auf die Autobahn Richtung Karlsruhe. Nach einem Stop am Four a Chaux / Fort der Maginot Linie mit 2 Caches kamen wir im Zielgebiet an. Wir hatten vorab natürlich schon in Schoenau/ Pfalz einen Campingplatz ( Familie Mischler am Königsweiher) für die Gruppe angemietet, der neben ausreichend Platz auch einen festen Unterstand hatte und - klasse ! - einen dazugehörigen Badeweiher, der frei benutzt werden konnte. Eine Wohltat für die Jungs, die sich natürlich gleich ins Wasser stürzten.



Als dann an Samstag Morgen erst einmal der Himmel seine Schleusen öffnete und sintflutartige Wassermassen herunter kamen, drohte zwar der Zeitplan durcheinander zu geraten, aber : Es kühlte sehr schön ab. Etwa 10:45 Uhr konnte die Gruppe dann mit leichten Tagesrucksäcken zur Annaquelle - Teufelstisch abmarschieren.


Da ich die Tour ja schon gelaufen bin hatte ich mich bereiterklärt mit kühlen Getränken und einem Wasserkanister zum Überschütten nebenher zu fahren und - für den Fall der Fälle - als Notfallfahrzeug "Verletzte" aufzunehmen. Hierzu hatte ich mir dann auch die Burg Fleckenstein als erstes Quartier ausgesucht. Es warteten schließlich auch noch 2 neue Caches ( Fürchterlich ! GIANT und Fleckenstein ) und ein nahegelegener Multi ( sehr schön :Le petit Chevaliers du Gimbelner Hof ) auf meinen Besuch.....


Nachdem die Gruppe dann am vorläufigen Haltepunkt ( Parkplatz an der D 925 / Campingplatz am See ) an kam, wurden die Übernachtungsrücksäcke aufgenommen und nochmals ausreichend getrunken, da die letzten Kilometer zur Froensbourg doch arg in die Knochen gehen ....


Schon nach den ersten Metern mit dem schweren Gepäck konnte man dann aber erkennen,, daß unser Probewochenende mit einer 2 - Tageswanderung zur Dillquelle über den Rothaarsteig den Burschen gut getan hat und sie hier zeigen konnten, daß auch 20 Kilometer Wandern für sie nicht zu viel des Guten ist. Die 3 Kilometer bergauf bis zur Burg waren im Ergebnis schnell geschafft und Jeder konnte sich auf dem Dachgeschoss der Burg ein schönes Fleckchen zum Schlafen sichern. Alsbald hörte man denn auch 3 Gaskocher röcheln und der Duft von Kaffee und 5-Minuten Terrinen - kurz unterbrochen durch einen knallenden Korken meiner Weinflasche - erfüllte die Luft. Als sich dann gegen 20:30 Uhr die Frage nach dem NachtCache stellte meldeten sich denn auch Papst Benedikt XVII, Texas Boy96 und Ziellos als Freiwillige. Also auf zum Nachtcache und ein paar netten Extrakilometern auf nicht ganz so befestigten Wegen. Letzteres ist wohl auch der Kritikpunkt dieses Nachtcaches, der nicht an Reflektoren anknüpft, sondern koordinatenbasierend ist. Man findet ohne Topo die Wege nur recht schlecht und kämpft sich oftmals schräg durchs Gelände über Stock und wahrlich auch Stein . Egal. Schön wars.


Gegen 22:30 Uhr war denn auch Ruhe "im Haus". Mit den letzten Schlucken des leckeren Weines konnte man einen perfekten Sternenhimmel beobachten, der von keinerlei Fremdlichteinstrahlungen gestört wurde. Super ! So schläft sich´s gerne ein.




08:30 Uhr dann wurde geweckt und die Marschbereitschaft wiederhergestellt. Leider mußte Abschied von der schönsten Bourg der Welt genommen werden. Den letzten Cacherberichten folgend sollte auch der weitere Weg in den letzten Wochen nach Stürmen und Windbruch nur noch schwer passierbar sein........Pustekuchen ! Die Waldwirtschaft/ Forst hatte schon ganze Arbeit geleistet und die Wege waren vollständig frei von querliegenden Ästen, oder Bäumen. Danke an den französischen Forst !


Almenfels, Wasigenstein , Friedenskreuz, Schatzgeschichte und Medieval Cache VI hießen fortan die näheren Punkte, die als Caches angelaufen werden wollten.


-Tragtierkompanie ??-

So kurzweilig können 12 und mehr Kilometer sein. Auch das Wetter war wieder sonnig und heiß, aber im Wald durchaus erträglich. Leider hatte ein Teilnehmer unserer Gruppe etwas Pech, da er sich den Fuß über einen wegrutschenden Stein "vertrat" und ein Innenband zerrte : Alles halt und verarzten, so weit es geht. Dann die Entscheidung : Ich laufe runter nach Wengelsbach, dann nach Schoenau und hole den zweiten Bus damit der Junge alsbald weiter versorgt werden kann. Der Rest der Gruppe geht weiter und macht den Cache zu Ende. Auch dies klappte sehr gut und zeigte deutlich : Ein Begleitfahrzeug, das in der Nähe ist , kann sehr hilfreich sein . Ohne den Wagen hätten wir alt ausgesehen, da der Verletzte nicht weiter laufen konnte. Zum Glück hatten wir Kühlpacks und Sportsalben dabei, die erste Linderung verschafften. Zum Glück war auch die einzige Straße in der Nähe nur etwa 800 m Luftlinie entfernt. .... Glück gehört eben auch dazu.


17:00 Uhr lief die Truppe denn auch freudig strahlend auf dem Zeltplatz in Schoenau ein und wenig später konnte man sie im Badeweiher hören.....Der Platz war eine ideale Wahl. Dies auch deshalb, weil in 400 m Luftlinie Entfernung ein Restaurant mit Terasse gelegen ist, bei dem wir für den Abend einen großen Tisch mit einem ansprechenden Menue vorgeordert hatten.......Ein toller Abschluß für diese 2 Tage.


Geocachen läßt sich - so mein Fazit - auch für eine Jugendfreizeit einsetzten. Man braucht nur Jugendliche, die schon mal das Cachen probiert haben, Spaß daran haben und als Gruppe "funktionieren", bzw. Spaß miteinander haben und das Laufen nicht ablehnen. Sucht man dann einen Geocache heraus, der so begeisternde Eindrücke , wie die 7-Burgentour liefert, ist das Ausnahmeereignis fast sicher. Auch für das nächste Jahr habe ich für die Jungs schon eine gewisse Idee...........

- Auf der A 5 -


Happy Caching

TeamSchroeder




Donnerstag, 15. Juli 2010

3...2...1.. : Go to Schoenau SSW


Heute geht´s los : 7-Burgen mit 7- jugendlichen Cachern nebst Begleitern. Wetter ist gut, Ausrüstung gepackt. Das verspricht ein Highlight des Jahres zu werden. Bericht folgt