Donnerstag, 6. August 2009

Ich klebe Dir was....Nützliches für den Wald und Anderswo

Neulich im Wald an Stage 6 eines Nachtcaches :

Mehrere Filmdosen mit Metallanbringung, die in Abwasserrohren "versenkt" wurden, mußten mit einem Magneten an einer Schnur "herauf-geangelt" werden. Soweit so gut. ABER : Eine der Dosen hatte das Metall, d.h. den Widerpart für den Magneten verloren......Shyce ( wie mancher Jeepfahrer sagt )......Was tun ?

Da das Rohr sehr eng war, konnte man das Döschen von oben nicht greifen und auch nicht mit einem Stöckchen heraufhebeln.... Mist

Die CGA oder ECGA ( CacherGrundAusstattung/Erweiterte Ausstattung ) half nicht recht weiter, ABER :

Ein Utensil, das man immer mit sich führen sollte :


Ein handelsüblicher Stick/ Patrone einer Heißklebepistole. Hier abgebildet mit einer Klammer, die auch für das Erwärmen an der Flamme genutzt werden kann. Ein echter Cent-Artikel, der sich als höchst nützlich erweist :

Mit einem Messer eine dünne oder eben dickere Scheibe abschneiden, diese mit der Messerspitze aufpieksen und ein Feuerzeug dranhalten. Schon wird der Kleber weich und kann sofort appliziert werden. VORSICHT HEISS !!!! Beispielsweise an eine Stockspitze, um damit eine Dose aus einem kleinen Rohr "heraufzuangeln", oder den Magneten an der Dose wieder festzukleben oder.....oder.....


Nach Erkalten des Klebers kann dieser auch recht problemlos wieder von vielen Untergründen abgekratzt werden. Dabei kostet das Ding fast nichts, wiegt nichts und ist echt praktisch. Ergo : Nie wieder ohne in den Wald

Mittwoch, 5. August 2009

Bits und Bytes – Wenn die Maschine mit Dir sprechen will


Mit Entwicklung der Fernübertragung von Nachrichten als Funksignal, Tonsignal oder Lichtsignal in der Zeit ab 1838 begann die Zeit der Verschlüsselung von Sprachen in international genormte Zeichen. Samuel Morse und sein Morsecode machten hier den Anfang. Aus dem bekannten Code mit kurzen und langen Zeichen, bzw. Pausen, die die Information verschlüsseln, entwickelten sich alsbald weitere genormte Verschlüsselungsverfahren für den Einsatz von Maschinen in der Nachrichtenübertragung und in Computern.

1.) Morsecode

Wir haben wohl Alle schon mal einen Morsecode bei einem Mystery-Cache am Tag oder auch in der Nacht angetroffen. Obschon mancher Cacher nicht sehr begeistert von den blinkenden Zeichen ist, kann man sich doch recht gut zurechtfinden ( Solange nicht der Nordwert und der Ostwert gleichzeitig angezeigt werden – Das habe ich auch schon in tiefer Nacht und luftiger Höhe gesehen ).

Die Morsecode Tabelle hilft schon mal bei einem schriftlichen niedergelegten Text schnell weiter. Ist der Code im Listing optisch dargestellt ( z.B. link zu You Tube ) durch blinkende LED`s, so kann man auch so vorgehen, daß man das Video lädt, bzw. eine Aufnahme anfertigt und den Videostream über den Windows Media Player in ganz langsamer Geschwindigkeit ablaufen läßt und die Zeichen einzeln notiert. Ich habe bisweilen auch schon den Player auf Einzelbildabfolge eingestellt und konnte dann sauber die Zeichen und die Pausen ( wichtig für die einzelnen Buchstabenabgrenzungen und Wortenden ) fehlerfrei und auch recht flott niederschreiben. Dieses Verfahren der Einzelbilddarstellung funktioniert auch bei einem akustischen Morsecode : Hier kann man den Mediaplayer mit seinem Hintergrundbild so einstellen, daß er die akustischen Peaks ( Tonspitzen ) als Balken optisch darstellt. Alsdann kann wieder Ton für Ton und Pause für Pause sauber über die Eingabetaste jedes Signal einzeln abgerufen werden. Dies hat auch den Vorteil, daß man während des Aufzeichnens mal eine Pause einlegen kann, da bei der „Einzelbildwiedergabe“ immer die „Uhr“ des Players mitläuft. Es kann damit z.B. ganz einfach bei 2:02 Minuten einmal gestoppt und verschnauft werden ohne wieder von Vorne anfangen zu müssen. Wer will kann das Ganze beim „Codename Ortsac“ ausprobieren.


2. BCD und Stibitz : 4 Bit Codes

Es geht auch mit wenige Information : 4 Bit Codes können natürlich nur 2 x 2 x 2 x 2 = 16 potentielle Zeichen verschlüsseln. Das Alphabet paßt da eben nicht, Ziffern dagegen schon . Da mir dieser Code auch schon mal begegnete bei einem technikbegeisterten Tüftler und pensioniertem Oberpostrat, sei er hier auch angegeben :

Dezimal Stibitz BCD Binär

1 0100 0001 0001
2 0101 0010 0010
3 0110 0011 0011
4 0111 0100 0100
5 1000 0101 0101
6 1001 0110 0110
7 1010 0111 0111
8 1011 1000 1000
9 1100 1001 1001
0 0011 0000 0000



3. Fernschreiber Codes oder 5 Bit Codierung


3.1. Baudot oder CCITT-1 Code

Mit Entwicklung des Fernschreibers wurde neben der Technik selbst auch Maschinen erfunden, die es dem Bedienpersonal erleichterte den Klartext über die Maschine automatisch zu verschlüsseln und den Draht zu versenden. Der hierbei benutzte Emile Baudot Code ist ein 5 Bit Code, d.h. 2 hoch 5 = 32 Zeichen dienen der Verschlüsselung vonzeichen. Da das Alphabet aber schon 26 Buchstaben hat konnte man nicht alle Buchstaben und 10 Ziffern ohne Trick verwenden. Baudot „erfand“ ein „Umschaltzeichen“, das im Text bedeutete, daß nun Ziffern folgten, bis daß wieder das Umschaltzeichen die Ziffernfolge inhaltlich beendete . Hier der Code in Darstellung :


2.2. Murray oder CCITT-2 Code

Im Jahre 1901 entwickelte ein Amerikaner, Donald Murray einen verbesserten Fernschreibcode, den CCiTT-2 Code für seinen leistungsfähigeren Fernschreiber, der 1260 Buchstaben pro Minute abarbeiten konnte. Dieser Code wurde gleichfalls international genormt und ist als Murray Code, bzw. CCiTT-2 Code bekannt. Die Verschlüsselung sieht wie folgt aus :


Tip für das Entschlüsseln :

Sofern ihr bei einem Mystery-Cache auf ein Lochmuster stoßt, d.h. die Abfolge Loch- Kein-Loch- Loch usw. und Ihr könnt erkennen, daß immer 5 Löcher, bzw. Nicht-Löcher ein Zeichen codieren ( Zählen ohne das regelmäßige Transportloch ) , dann schaut bitte bei CCITT-1 oder CCITT-2 nach. Manchmal ist dann noch der Klartext rückwärts zu lesen, oder die Zeichen nochmals verwürfelt. Ist mir schon mal begegnet.......Gibt´s eben alles.




3. 7 Bit Codierung oder ASCII

Diese, seit etwa 1967 standardisierte Code bildet wohl die Grundlage für die Darstellung von Schrift über einen Computer. Mit einem 7 Bit Code kann man für jedes darzustellende Zeichen eine von 128 ( 2 x 2 x 2 x 2 x 2 x 2 x 2 ) Möglichkeiten des 7 Bit Musters wählen. Neben der Darstellung von 95 Groß- und Kleinbuchstaben, bzw Ziffern und Sonderzeichen beinhaltet der ASCII-Code ( American Standard Code for Information Interchange ) auch 33 sog. Steuerzeichen, die keine Buchstaben oder Ziffern codieren, sondern zur Ansteuerung von Druckern oder Bildschirmen. Weil man über diesen für die englische Sprache entwickelten Code keine Umlaute und sonstige nationale Sonderheiten codieren konnte, wurde der 7 Bit Code zu einem 8 Bit Code weiterentwickelt. Dieser basiert allerdings noch immer auf dem 7 Bit ASCII Code.



Für die Entschlüsselung beim Cachen folgender Tip :

Findet sich im Listing eine Zahlenfolge, die viele Zahlen ab der Zahl 65 enthält, bzw. ab 65 , so wird die Verschlüsselung in ASCII erfolgte sein, da der Großbuchstabe A mit 65, B mit 66 usw, bzw. der Kleinbuchstabe a mit 97 und b mit 98 usw. verschlüsselt ist. Die in der Computertechnik gerne verwendete Hedadezimalschreibweise sollte man allerdings zusätzlich beachten, da mancher Owner die Zahlenwerte nicht in Dezimalschreibweise ( 65 ff., bzw. 97 ff ) verwendet, sondern in Hexadezimalschreibweise ( A = 41; a = 61 ) . Hier muß man also nochmals umrechnen.


Beispiel aus einem D 4 T 5 Cache :

105 115 115 105 111 110 32 119 101 110 116 32119 101 108 108 32 :

ission went well......


Diese oben genannten Tabellen habe ich im übrigen immer beim Cachen dabei. Eine partische Sammlung finddet sich auch im Bucg : Geocaching / Conrad Stein Verlag / ISBN 978-3-86686-203-6 für 9,90 €. Das Büchlein ist in gleicher Weise zu empfehlen und durchaus immer mitnehmbar.

Des Pudels Kern oder Die Chemie muß schon stimmen



Vielleicht sieht ein Cache-Listing so aus :

„Ich nahm also 40 Teile Quecksilber, 8 Teile Pottasche, 19 Teile Schwefel, 22 Teile Kupfer, 11 Teile Beryll, 5 Teile Arsen, 5 Teile Zinnober, 28 Teile Ameisensäure, 18 Teile Azurit, 7 Teile Wasser und 10 Teile Achat. All dies tat ich in meinen Mörser und vermengte es gründlich....“


Oder so :

H = Uub-Rf-C I = Y+Lr-Ce-Bi J = (Np-Li) : Zn


Manchmal fragt der Owner aber auch nach Inhalts- oder Wirkstoffen von Arzneipflanzen. Man merkt aber an der Menge der Fragen recht schnell, daß es auf die Chemie zuläuft.


Fangen wir mit dem letzten Beispiel an: Zn ist recht auffällig und erinnert uns doch deutlich an :


Schulunterricht Klasse 7 aufwärts : Chemie und die Elemente, bzw. das Periodensystem der Elemente : Oh my God........





1. ) Zn findet sich dort als Zinn wieder und hat im Periodensystem die Ordnungsnummer : 30.
2. ) Np findet sich als Neptunium mit der Ordnungsnummer 93 und
3.) Li als Lithium mit der Ordnungsnummer 3

Die Berechnung wäre damit 93 – 3 : 30 = 30 . Alles klar soweit ? Geht doch....


Das erstgenannte Beispiel liegt schon in seiner Schwierigkeit anders :


40 Teile Quecksilber : Quecksilber ist ein chemisches Element mit der Ordnungsnummer 80. Hier muß allerdings jetzt diese Ordnungsnummer mit der Mengenangabe 40 multipliziert werden : Ergebnis 3200. Bis dahin geht´s auch noch...


8 Teile Pottasche : Pottasche ist leider kein Element, sondern ein Molekül, das sich aus einzelnen Atomen zusammensetzt. Die Pottasche ist das Kaliumsalz der Kohlensäure ( Wikipedia sei Dank / hier nachsehen hilft regelmäßig !! ) und hat als chemische Summenformel : K2CO3 und als Strukturformel :




Also rechnen wir weiter und zerlegen das Molekül in seine Atome: K bedeutet das Element Kalium : Ordnungsnummer 19/ C bedeutet Kohlenstoff mit der Ordnungsnummer 6/ O bedeutet Sauerstoff mit der Ordnungsnummer 8.


Jetzt allerdings schauen wir wieder auf das Molekül, das die gefundenen Elemente in unterschiedlicher Anzahl beinhaltet : Kalium mit 2 Atomen, Kohlenstoff mit 1 Atom und den Sauerstoff mit 3 Atomen. Hieraus folgt die Umrechnung mit den Ordnungszahlen : 2 x 19 + 1 x 6 + 3 x 8 = 68.


Spaßig wurde die Rechnung dann als Beryll ( Be3Al2(Si6O18) und Rhodonit ( CaMn4Si5O15 ) berechnet werden durften..........


Ach ja, kennt Ihr dieses Molekül :





Ist mir gerade bei einem Mystery-Cache begegnet .........lol Na.............erkannt ???
( Tetrahydroc......biol)


Happy Caching wünscht


Cacheacademy

Anagramme Palindrome - Ich versteh nur Bahnhof

Neulich im Wald begegnete mir doch am gleichen Tag an zwei unterschiedlichen Caches eine höchst spannende Verschlüsselungstechnik, die vor Ort - ohne PC - gelöst und bewältigt werden kann :


Das Anagramm


Hierunter versteht man die Permutation/Verwürfelung der Buchstaben eines Wortes. Aus dem Wort :

Geocaching

wird

Cognac He Gi


oder anders. Palindrome sind Wörter, die rückwärts wie vorwärts gelesen werden können :


Reliefpfeiler


zum Beispiel. Zurück nun aber zu den Anagrammen. Soweit das Ursprungswort oder der Klartext viele Buchstaben hat lassen sich oftmals Hunderte ganz unterschiedliche Begriffe aus dem Wort bilden. Das geht auch Nachts und im Wald wie folgendes Beispiel zeigt :


An einer Station eines Caches standen 6 Begriffe, die keinen rechten Sinn ergaben. Zwei der Begriffe sollen hier exemplarisch aufgeführt werden :


Colorgyptie

Peihogrega


Nun, was könnte das sein ? Das dies Anagramme sind, war schnell klar, aber die richtige Reihenfolge ? Den erstgenannten Begriff erklärte mir mein 10-jähriger Sohn :


Cryptologie


Den zweiten schafft Ihr sicher allein.


Das zweite Beispiel zeigte uns eine lange Schraube, auf der Muttern angebracht waren, die sich drehten und die auf ihren Seitenflächen Buchstaben trugen. Hier galt es in gleicher Wiese die Muttern so zu drehen, daß ein sinnvoller Text ( vielleicht der Name des Owners oder das Wort Geocaching ) herauskam.


Regelmäßig kann man für den Fall, daß das Anagramm im Listing Text steht und als Eingangsrätsel gedacht ist, unter dem Stichwörtern "Anagramm" und "Generator" einen der online-Generatoren aufrufen, der in Sekunden alle sinnvollen Buchstabenkombinationen aus wirft. Das spart echt Zeit und Energie. Nur einmal bin ich mit diesen Programmen schlicht gescheitert :

Bei einem D 5 Mystery-Cache hieß es im Listing :


Ich gehörte dem Volk der Eli Satiren an. Dieses hatte schon lange vor dem Volk
der Tyganreep in diesem Land gelebt...


Eli Satiren überforderte den Generator völlig : Israeliten und Aegypter waren gemeint und damit der Weg zur Lösung der Rätsels (fast) klar.

Taucht im Listing oder der Station vor Ort ein scheinbar deutscher Begriff auf, der Euch völlig unbekannt ist und der "irgendwie" seltsam klingt, so probiert es mit der Anagrammtechnik aus. Einfach mal die Buchstaben umstellen und eine Endung herstellen, die -en, -er, oder -nd oder sonstig übliche Buchstaben enthält, dann sieht man häufig klarer und man versteht dann mehr als Fohnhab, äh Bahnhof.


Bis bald im Wald


TeamSchroeder

Montag, 27. Juli 2009

Alberich The Hidden Secret - Stand der Dinge -

Die Vorarbeiten für den neuen Cache sind schon weit fortgeschritten; das notwendige Material wurde besorgt, die Stationen stehen und sind für eine baldige, praktische Überprüfung fertig. Es sieht schon sehr gut aus.....

Aus gegebenem Anlaß möchten wir den Cache allerdings erst ab dem 24.08.2009, d.h. nach dem Event freischalten lassen.

Anlaß zu dieser Überlegung ist die Tatsache, daß der Cache in einem sensiblen Bereich liegt und er durch übermäßigen Besuch nicht nur Schaden nehmen wird, sondern die akute Gefahr besteht, daß er im Falle des Erweckens von Aufmerksamkeit durch gewisse Institutionen sofort unbegehbar gemacht werden könnte. Diese Gefahr ist tatsächlich gegeben, so daß wir auch nach der Freischaltung dringend bitten den Cache nur in kleiner Gruppe und nicht bei Nacht aufzusuchen und auf dem Weg zur Stage XXXXX sehr umsichtig ( am Besten Unsichtbar/ Unhörbar ) zu sein. Vor Ort werdet Ihr diese Bitten verstehen. Es wäre ansonsten sehr schade.

Sonntag, 19. Juli 2009

2. GC Event Dillenburg - Wilhelmsteine


Na ja, passend zum 2. Dillenburger GC. Event an den Wilhelmsteinen und drum Rum haben wir heute 2 neue Caches ( T 5 und D4 T 4 ) eingerichtet. Sie sollten bis zum Event freigeschaltet sein. Es dürfte auch für jeden etwas dabei sein, luftige Höhen mit Seilbahnfahrt, als auch tiefste Tiefen mit Gruselfaktor.......Zieht Euch warm an.

Ach ja, LDK ist nicht ohne...............................................Leitplanke und Petling sind out .....................
aber das wisst Ihr ja schon. Bis zum Event kann man auch noch eine Kuh oder Hasen schlachten.....wir grillen auch....................................


Viel Spaß beim Cachen


TeamSchroeder

Freitag, 5. Juni 2009

Warum laufen manche Mystery-Caches oder Multis nicht richtig ?




Meine Beobachtung der Besuchszahlen für eine Reihe ausgesuchter Caches des örtlichen Umfeldes ( 10 km Umkreis ) fällt ernüchternd aus : Tradis „gehen“ andere Caches eher nicht.

Anlaß zu dieser Betrachtung war ein Eintrag in JepperMTJ´s Blog unter der Rubrik „Montagsgedanken“. In richtiger Weise betrachtet Jeeper hier retrospektiv die Cachesituation in ihrer Entwicklung seit dem Jahr 2006. Er beschreibt sehr schön, daß nahezu im gesamten alten Dillkreis nur eine „handvoll“ Caches existierte und jetzt auf gleicher Fläche annähernd 400 Caches zu finden sind.

Es ist offensichtlich, daß diese Entwicklung nicht so weiter gehen kann, da die Fläche für das Auslegen von Caches natürlich beschränkt ist. Ein exponentielles Wachstum wird da schnell eine echte Grenze finden. Dennoch ist derzeit zu beobachten, daß die Tradis eindeutig vermehrt von den Reviewern freigegeben werden. Zitat eines Reviewers " Als Reviewer muß ich aber auch mal klar sagen, daß bei den eingereichten Caches die Tradis klar in der Überzahl sind. Ergo können wir auch nicht mehr Multi/Mysteries etc. freischalten, weil einfach keine da sind." Stimmt. Caches dieser Art werden derzeit vor Ort auch vermehrt aufgesucht. Es ist insoweit auch zu verzeichnen, daß Cacher aus dem Raum Limburg, Wetzlar und Gießen in größerer Zahl den hiesigen Raum aufsuchen und die Tradi-Serien von Geee und dem anderen Herrn aus Dillenburg nutzen um ihre Statistik aufzubessern.

Das bedeutet jetzt kein „Gemotze“ gegen Statistik-Cacher. Wirklich nicht. Es soll eher Einstieg in eine Betrachtung werden, die ich mit einer hervorragenden Diplom-Arbeit im Fach Geographie von Daniel Telaar aus dem Jahr 2007. Titel :

„Geocaching
Eine Kontextuelle Untersuchung der deutschsprachigen Geocaching-Community“


eröffnen möchte. Sie ist zu finden über Wikipedia unter dem Stichwort „Geocaching“ in den Web-links und kann im Ganzen als PDF-Datei geladen und gespeichert werden. Wir haben diese Arbeit im übrigen auch dazu genutzt unseren N8-Cache in Dillenburg zu optimieren und an das Profil der anvisierten Cacher anzupassen.

Der Verfasser kommt in dieser Betrachtung zu folgenden, wesentlichen Ergebnissen :

Zusammensetzung der Cacher-Gruppe :

1.1. Geschlecht : 79,77 % Männlich, 20,23 % Weiblich
1.2. Alter : Im Hauptteil der Gruppe durchschnittlich 29 – 42 Jahre
1.3. Familienstand : Überwiegend verheiratet oder mit festem Partner
1.4. Bildung : 77,17 % haben die Hochschulreife erreicht und
41,07 % aller Befragten verfügen über ein abgeschlossenes Studium
1.5. 82,2 % der Cacher sind in festes Arbeitsverhältnis
( Angestellte, Leitende Angestellte und Beamte ). Weitere 11,3 %
sind Studenten und 3 % Schüler/ Auszubildende.
1.6. Tätigkeitsbereiche der Cacher : Information und Kommunikation : 24,92 %
Verarbeitung : 20,90 %; Erbringung von Dienstleistungen : 10,90 %

Das Zwischenfazit des Verfassers der Diplomarbeit :

"Der durchschnittliche Geocacher ist männlich, ca. 36 Jahre und lebt in einer festen Partnerschaft. Sein hohes Bildungsniveau in Form eines abgeschlossenen Studiums oder einer Hochschule ermöglicht ihm eine Festanstellung als Arbeiter oder als leitender Angestellter......"

Anzahl der gefundenen Caches

Aus der Gruppe der befragten Cacher ermittelte der Verfasser eine durchschnittliche Zahl von 293,84 Caches, jedoch bei einer hohen Streubreite der Anzahl der Funde ( Min.: 2 – Max.: 7600 Caches ). Hierbei hatten die Mehrzahl der Cacher ( 68 % ) weniger als 250 Funde. Weitere 25 % hatten zwischen 250 und 1000 Funde und 6,77 % mehr als 1000 Funde.

Anzahl der ausgelegten Caches

Als Mittelwert der ausgelegten Caches ermittelt der Verfasser einen Wert von 7,73 Caches. Die Cacher finden damit erheblich mehr Caches, als sie selbst auslegen. Nicht wenige Cacher legen aber auch keinen Cache aus. Schade eigentlich....

Zeitraum der aktiven Cachesuche

Bezüglich des aktiven Zeitraumes, d.h. der Zeit seit der der Cacher sein Hobby ausübt bildet sich im Mittel eine Zeit von 1,8 Jahren ab. Nur etwa 10 % Cachen seit mehr als 4 Jahren, 75 % aber erst seit weniger als drei Jahren. Dies läßt die Zuwachsraten der Cacher und Caches seit 2007 ( Jahr der Arbeit ) und der Zeit danach erahnen.

Häufigkeit der Cache – Ausflüge

0,61 % gehen täglich Cachen, 27,95 % 1-2 mal im Monat und 8,7 % seltener als beschrieben.

Funde pro Ausflug

69,63 % versuchten 2 – 5 Caches pro Ausflug zu finden. 22,15 % versuchten dagegen nur 1 Cache pro Tag. Mehr als 6 Caches suchten immerhin aber 8,22 % der Befragten. Diese gaben aber auch an im arithmetischen Mittel 1071,39 Geocaches gefunden zu haben. Ergo betreibt diese Gruppe das Cachen sehr intensiv in zeitlicher und sonstiger Weise.

Als Zwischenfazit formuliert der Verfasser :

„Der durchschnittliche Cacher hat 294 Caches innerhalb von 1,8 Jahren gefunden. Er betreibt sein Hobby mindestens einmal in der Woche, sucht bei seinen Ausflügen zwischen zwei und fünf Geocaches und kommt damit auf durchschnittlich rund 13 Cachefunde im Monat. Innerhalb seiner aktiven Zeit .. hat er 8 Geocaches selbst versteckt. ....“

Verhalten der Geocacher

Unter den befragten Cachern wurden natürlich die Traditional Caches mit Abstand am häufigsten gefunden, gefolgt von den Multi Caches und den Mystery-Caches. 63,07 % der Befragten haben aber auch schon einen oder mehr Nachtcaches absolviert. Nur wenige Cacher allerdings mehr als 25 Nachtcaches. Dabei zeigt sich auch das Ergebnis, daß mit steigender Anzahl der Caches die Zahl der absolvierten Nachtcaches zunimmt. Die Absolventen eines Klettercaches betrug immerhin : 35,82 %. Nur 64,18% haben noch nie einen Klettercache oder einen solchen, der besondere sportliche oder körperliche Fähigkeiten verlangt, gesucht. Erstaunlich oder ?

Premium Mitglied oder nicht ?

Nun, zunächst gaben 99,19 % der Befragten an, daß sie Geocaching.com nutzen. Hiervon verfügten 40,69 % über eine Premium Mitgliedschaft. 57,99 % verfügten über eine kostenfreie Mitgliedschaft.

Auswahl der Caches

94,66 % bekannten einen Cache deshalb auszusuchen, weil er neues Wissen vermittele und neue, geistige Herausforderungen stelle. Auch Caches, die einen Ort mit Hintergrundinformationen versehen, werden gerne angenommen. Dabei soll aber der Cache auch schnell gefunden werdenn können, nicht über allzu lange Zeit beschäftigen, einen großen Cachebehälter haben und nicht allzu große körperliche Anforderungen stellen. Das sind bisweilen Widersprüche in sich.

Genauer befragt bekannten viele Cacher zwar mehrere Stationen eines Multis gerne zu suchen, sie wollten aber vornehmlich den Cache gerne schnell finden und am besten diesen Cache mit mehreren anderen Caches in der Gegend verknüpfen.

Weiter Befragungen führten dann zum Erkennen zweier Nutzergruppen : Intensivcacher und Gelegenheitscacher :

Der Intensivcacher zeichnet sich wie folgt aus : Häufige Cacheausflüge ( mehrfach die Woche ), hohe Anzahl der durchschnittlich gefundenen Caches pro Monat ( mehr als 20 ), Anzahl der gefundenen Geocaches nach ihrer Art ( Traditional überwiegt ), Premium Mitgliedschaft. Auch wenn es anspruchsvollere Caches gibt, so ist der größte Teil an weniger attraktiven Orten versteckt. Der Intensivcacher legt weniger Wert auf den einzelnen Cache , sondern sieht in der Masse seine Erfüllung.

Der Gelegenheitscacher dagegen findet etwa 5 Caches im Monat, geht seinem Hobby ca. einmal die Woche nach und sucht dabei einen, manchmal mehr Caches und wählt diese gezielt aus ( häufig Multi Caches ) und verfügt regelmäßig nicht über eine Premium Mitgliedschaft. Er legt dabei auf das Cacheerlebnis speziell Wert und bevorzugt zeitintensive, in der Regel anspruchsvollere und landschaftlich attraktivere Caches.

Das ist es. Hier liegt für mich der Hase im Pfeffer : Zwei Gruppen sind es, die mit größeren Cachezahlen unterscheidliche Wege gehen. Die einen gehen den Weg der Zahl ( numbers ) , die anderen den entgegengesetzten Weg ( It´s not about the numbers ). Man kann damit schon beim Auslegen des Caches grob erkennen, was mit dem Cache passieren wird und wer ihn besuchen wird. Ausnahmen bestätigen dabei natürlich die Regel.

Ein Beispiel dafür ist, daß ein Cache wie beispielsweise „Das Geheimnis der Mönche“,( übrigens ein klasse Cache mit tollem Final ) oder ein anderen D oder T - Cache mit mehr als 3 Sternen also ein Mystery/Multi/ Nacht-Cache ( gleich 3 Erschwernisse und D 5 ) über 12 Stationen kaum mehr als eine Gruppe von vielleicht 20 Personen ansprechen wird, die dann auch noch in kleinen Gruppen die Zeit haben muß diesen Cache bei günstigem Wetter/ Mondlicht ohne Jagd, anzugehen. Man muß also beim Auslegen des Caches zwingend seine Zielgruppe erkennen, definieren und den Cache entsprechend anpassen um nicht Frustration zu ernten.

Traditionals am Wegesrand dagegen sind schnell mal erledigt ( Man beachte auch die Log-Einträge „ Gut und schnell gefunden“ .... usw.; Copy and Paste !!! im Gegensatz zur Länge der Logs von manchem Mystery : Zeilen über Zeilen individuellen Textes ) und fast immer mal zu machen. So werden Geee´s 46 Tradi´s in Driedorf mittlerweile von Cachern von überall überrannt. Statistik eben. Jeder nach seinem Geschmack. Wer aber erinnert noch den Tradi von letztem Monat im Gegensatz zu einem Mystery, dessen Eingangsrätsel mich mal mehr als eine Woche beschäftigte ......( Versucht Euch mal am Ver(w)irrt ...... Eine tolle Outdoorstrecke........

Diese Diplomarbeit hat mir auch gezeigt, daß man einen Statistiker nicht zum Gelegenheitscacher mit Hang zum T 5 umerziehen können wird. Er sucht einfach einen anderen Cache und hat mehr Spaß an der hohen Zahl der Cachefinds. Dies wird man akzeptieren müssen. Dennoch ist der Platz für Caches extrem eng geworden und der Nachwuchs sollte nicht nur simple Tradis kennen lernen, sondern auch mal den Spaß haben einen Cache mit höheren oder hohen Anforderungen an Körper und Brain zu meistern. ( Wer Multi´s oder Mystery-Caches mit mehr als 5 Stationen bewältigt hat auch de facto mehr Stationen gefunden, als mancher Tradi-Statistiker ) Vielleicht kommt er dabei auf den Geschmack..........

Ich werde daher zwar keine Bekehrungsversuche mehr unternehmen, aber mein Anliegen an die Qualität der von mir gewünschten Caches auch weiterhin klar formulieren. Uch werde ich vielleicht über diese Seite als Hilfestellung zu dem ein oder anderen tollen Mystery das Erleben eines phantastischen Caches erleichtern. Die unten stehenden Bilder hätte ich sonst nie machen können......

Viel Spaß

TeamSchroeder
P.S. : Ich bin kein Premium Mitglied.........